Logoentwicklung

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Animationen, CAD, parametrisches Entwerfen

Logoentwicklung für das Architekturbüro Benjamin Gerner 2012

Parametrischer Entwurf zur Generierung einer Schneckenhausmetamorphose.

Wie alles in der Natur generieren wir immer wieder aus "gleichen" Teilen unzählige Variationen. Wie auch jeder Mensch aus  "gleichen" Teilen besteht, und doch keiner dem anderem gleicht, so verhält es sich auch mit seinen Bauwerken. Bei der Schaffung von Raum werden ähnliche Grundbedürfnisse mit ähnlichen Lösungen befriedigt. Ein bewohnbares Bauwerk besteht üblicherweise mindestens aus einem Dach. Die unzähligen Unterschiede zwischen Bauwerken entstehen aus den unterschiedlichen Parametern Nutzung, persönliche Bedürfnisse der Nutzer, den Eigenheiten des Ortes, der Zeit in dem das Bauwerk erschaffen wurde, der Bauweise und Materialien sowie natürlich der Imaginations- und Schöpfungskraft aller an dem Bauwerk Beteiligten.

Bei einem optimalen Bauwerk ergibt sich die Form, unter Berücksichtigung aller Parameter, quasi von selbst (form follows function).

Symbolisch für die Auswirkung auf die Form durch Änderung eines der oben beschriebenen Parameter, und das harmonische Zusammenspiel von Schönheit, Nützlichkeit und Festigkeit, soll hier die Form von Schneckenhäusern dienen. Diese Form lässt sich annähernd mathematisch beschreiben, und wurde in eine parametrische Schaltung überführt. Somit lässt sich jede Parameteränderung in Echtzeit simulieren. Animiert wurde hier der Verlauf eines Nautilus zu einer Schnecke. Die Form folgt im doppelten Sinne einer Funktion.

Die Animation wurde mittels der Programme Rhinoceros 3D und Grasshopper erstellt.

Logoentwicklung Benjamin Gerner Architektur

„Es ist das Gesetz aller organischen und anorganischen, aller physischen und metaphysischen, aller menschlichen und übermenschlichen Dinge, aller echten Manifestationen des Kopfes, des Herzens und der Seele, dass das Leben in seinem Ausdruck erkennbar ist, dass die Form immer der Funktion folgt.“

Louis Henry Sullivan: „The tall office building artistically considered“, veröffentlicht 1896, in dem er den Ausspruch seines Partners Dankmar Adler zitiert, der ihn seinerseits sinngemäß von Henri Labrouste übernommen hatte.

„Das Schlagwort «das Zweckmäßige ist auch schön» ist nur zur Hälfte wahr. Wann nennen wir ein menschliches Gesicht schön? Die Teile eines jeden Gesichts dienen einem Zweck, aber nur wenn sie vollkommen sind in Form, Farbe und wohlausgewogener Harmonie, verdient das Gesicht den Ehrentitel „schön“. Das gleiche gilt für die Architektur. Nur vollkommene Harmonie in der technischen Zweck-Funktion sowohl wie in den Proportionen der Formen kann Schönheit hervorbringen. Und das macht unsere Aufgabe so vielseitig und kompliziert.“

Walter Gropius: veröffentlicht 1955 in "Architektur"